Wann wird man ein Mann? – Männer und ihre Vorbilder

Am 21.10.12 ist in der evangelischen Kirche „Männersonntag“.
Ich war etwas überrascht, als ich das las, weil ich an diesem Sonntag in der Nachbargemeinde Predigtdienst habe.

Als Frau hatte ich dann erst mal das Vorurteil, dieses Thema solle dann doch besser von einem Mann bearbeitet werden. (Zumal für mich selbstverständlich ist, dass der Miriamsonntag und der Frauenhilfssonntag von Frauen gestaltet wird…!)
Meine Ratlosigkeit habe ich getwittert, postwendend entspann sich ein reger Austausch mit Willimeck, Chris Hübener und Anderen.
Ich wurde auf eine Seite der EKD aufmerksam gemacht, auf der das diesjährige Thema vorgeschlagen wurde:
Die Suche nach männlichen Vorbildern oder auch vorbildlichen Männern.

Das Thema finde ich unglaublich spannend:

  • Als Alleinerziehende mit Sohn und Tochter empfinde und empfand ich das Fehlen von männlichen Lehrern und Erziehern in Kindergarten und Grundschule sehr bedauerlich.
  • Umso mehr hat es mich gefreut, dann aber tatsächlich einen männlichen Babysitter für meinen Sohn zu bekommen.
  • Habe als Erzieherin 13 Jahre in einer Heimeinrichtung für männliche Jugendliche gearbeitet: Auch dort mehr Frauen als Männer!
  • Arbeite jetzt als Diakonin in einer Jugendhilfeeinrichtung für Mädchen: von ca. 50 Mitarbeitenden sind 8 Männer, darunter der Hausmeister.

Mich interessiert, wie eure Meinung dazu ist!

Ganz konkret an die Männer die Fragen:

  • Wer waren und sind eure Vorbilder, und warum?
  • Was für Eigenschaften von Männern haben euch angezogen?
  • Was habt ihr euch abgeguckt?
  • Wovon habt ihr euch distanziert?

Bitte schreibt mir fleissig in die Kommentare!

Mit eurer Erlaubnis fliesst das dann in die Predigt am 21.10. ein!

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5 Gedanken zu „Wann wird man ein Mann? – Männer und ihre Vorbilder

  1. Pingback: Wann wird man ein Mann? – Männer und ihre Vorbilder « dem willimeck sein Blog

  2. Ich bin als Mann auf die Welt gekommen. Da konnte man nichts machen. 😉
    Trotzdem bin ich sehr gerne Mann. Gott hat mich geformt und natürlich ist mein Vater mir ein Vorbild. Wen soll ich noch aufzählen? Jesus (seine Friedfertigkeit, Klarheit + Sanftmut als Mann …), M. Gandhi (seine Gewaltlosigkeit), der Lehrer (der uns Kinder nicht als Last sah), der Diakon (in seiner Wahrhaftigkeit im Glauben), der Pfarrer (der mit uns über Sexualität sprach), der Trainer (der mich forderte), der Opa (der Geschichten erzählte), der Meister (der mir zeigte, wie ich die Härte des Eisen bezwinge) Martin-Luther King (der Kämpfer für eine gerechte Sache), Jimi Hendrix (in seiner musikalischen Kreativität), der Professor (der hinterfragte) … Ich hatte richtig Glück mit spannenden Männern. Oder war es Gnade?
    Heute gibt es auch Vorbilder. Männer die zeigen, wissen, erklären, zupacken können, von selber Arbeit sehen, Visionen haben und mich anstecken – die das Wort Selbstbestimmung kennen – sich aber nicht in den Vordergrund rücken. Männer mit Fehlern und Macken.
    Ich leite jedes Jahr ein Vater-Sohn-Camp ehrenamtlich – und schätze diese Männerrunden … Gemeinsam mit meiner Frau habe ich drei Kinder. Die zwei Jungs finden hoffentlich Vorbilder – ich stell(t)e mich zur Verfügung.

    • Danke für dieses Statement!
      Es tut gut das zu lesen!
      Ich denke auch, dass es wichtig ist, viele verschiedene Menschen zu haben,
      von denen man sich immer ein Stückchen abgucken kann.
      Um so vielfältiger ist dann der eigene Handungsspielraum und das eigene Leben!

  3. Liebe Nicole,

    da haben wir mit unserer harmolsen Twitterei am Ende noch Denkanstösse gegeben – zumindest bei mir…

    Mit den männlichen Vorbildern ist das bei mir so eine Sache: Das natürliche Vorbild Vater fällt bei mir wegen Abwesenheit zumindest als positiv besetztes aus. Mein Grosvater (http://wp.me/p25QRR-7c) musste da zumindest für einiges in die Bresche springen: Handwerkliche Fähigkeiten wie Fahrrad reparieren,Umgang mit den verschiedensten Werkzeugen, Umgang mit und Besitz von Taschenmesser und -lampe, Feuer anmachen und Brikett stapeln… alles Fähigkeiten, die er mir vermittelte. Aber sonst?

    Unser Vater war eher Vorbild, wie man es NICHT macht: Selber kein Vertreter von Ehrlichekeit, Verlässlichkeit und Treue ist es sicherlich kein Zufall, dass seine 3 Söhne zusammen schon 99 Jahre verheiratet sind, nicht gerechnet die Jahre, in denen wir mit unseren Frauen schon vor unserer Volljährigkeit befreundet waren – oder?

    Sonstige männliche Vorbilder? Naja, meine Brüder (7+10 Jahre älter) haben mich musikalisch beeinflusst, aber sonst habe ich keine männlichen Rollenbilder mit auf den Weg bekommen: Vater sein für unsere beiden Söhne musste ich mir erarbeiten. Hierbei war mir meine Frau L als Pädagogin oft eine Hilfe, wie jetzt rückblickend bemerke – ich denke und hoffe, ich habe es einigermassen hinbekommen – zumindest bin ich als Ratgeber für meine erwachsenen Jungs schon gefragt…

  4. Spannendes Thema.
    Ich bin vaterlos aufgewachsen, da mein Vater verstarb, als ich 6 Monate alt war.
    Der zweite Lebensgefährte meiner Mutter war Landwirt. Aussen harte Schale, innen einen weichen Kern. Ein Vorbild, wie er mit den Tieren und der „Schöpfung“ als Bauer umgegangen ist (Nachhaltigkeit, Achtung des Tier-Lebens)

    Zwei wichtige Vorbilder in meinem Leben waren meine Grossväter. Sie wussten auf alles Rat und Antwort. Ihre Handfertigkeiten faszinierten mich als kleiner Junge.

    Meine männlichen Vorbilder sind alle tot. William Booth (Gründer der Heilsarmee; Suppe, Seife, Seelenheil), William Willberforce (Politiker, Sklavenbefreiung, England) und Charles Haddon Spurgeon (Erweckungs-Prediger, England).

    Männliche Vorbilder die leben habe ich keine. Bisher war mir noch kein lebender Mann über den Weg gelaufen, von dem ich sagen konnte, das sei jetzt mein Vorbild.
    Vielleicht solche, die eine gewisse Faszination aufgrund ihrer Visionsfähigkeit oder Menschenführung haben (Bsp. Hayek, Swatch-Gründer, aber der ist inzwischen auch tot).

    Faszinierend vorbildliche Männer sind für mich unter anderem jene, die ihre Vaterrolle voll und ganz für ihre Kinder und Familie ausleben (Ich habe selbst zwei Kinder) und ihre Ehefrauen wertschätzen. Oder jene Chef’s/Manager, die aufgrund hoher sozialer Intelligenz ihre Mitarbeiter und Firmen gut führen.

    Ich hoffe, die paar Sätze können dir bei deiner Predigt weiterhelfen. Im Übrigen, ich bin mit 16 Jahren selbst hinauskonfirmiert worden und war in der Kirche nicht wieder gesehen.

    Heute arbeite ich als verehirateter Mann in einem Pfarrberuf. Bin nahe an der vierziger Grenze und das Thema „Vaterschaft und Vorbilder“ ist ein wichtiges Thema. Gerade dann, wenn Kinder die Scheidung ihrer Eltern (nicht meine) miterleben müssen. So gesehen wären theoretisch auch Patenonkel Vorbilder für ihre Kinder. Mein Patenonkel jedoch sah ich nur einmal im Jahr – höchstens. Von daher, trage ich sicher ein Manko mit mir herum das Thema „männliche Vorbilder – vorbildliche Männer“ anbelangt. Aber als Vater kann ich versuchen, meinen Kindern ein gutes und lebendiges Vorbild zu sein.

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