Welttag des Kusses 6.Juli

Das junge Pärchen ist glücklich verliebt. Seit ein paar Tagen leben die beiden Deutschen in England. Sie wollen an der Universität in Oxford studieren. Händchenhaltend gehen sie spazieren über das Gelände dieser altehrwürdigen Universität. Alle paar Meter bleiben sie stehen und geben sich einen Kuss. Auf einmal ruft eine Männerstimme: „Stop. Here is forbidden to kiss!”

“Stop –hier ist Küssen verboten!“

An der Universität von Oxford gibt es tatsächlich eigens dafür eingerichtete „Küss-Zonen“ und ansonsten ist auf dem ganzen Gelände das Küssen verboten. Ja es gibt sogar Aufpasser, die eingestellt wurden, um die Einhaltung des Küssverbots zu überwachen!

Kaum zu glauben! Dabei ist Küssen doch so gesund! 38 Muskeln werden dabei benutzt, Adrenalin und Glückshormone werden freigesetzt, das Stresshormon Kortisol kommt zum Einsatz, der Blutdruck steigt und der Puls verdoppelt sich. Und so verbraucht ein leidenschaftlicher Kuss bis zu 20 Kalorien in der Minute!

Warum komme ich auf dieses Thema? Nun heute ist der Welttag des Kusses!

Vor etwa 20 Jahren in England, ausgerechnet ist der Tag festgesetzt worden und am 6.7. 2005 fand der längste Kuss der Welt (laut dem Guinnessbuch der Rekorde) in London statt.

Er dauerte 31 Stunden, 30 Minuten und 30 Sekunden. Und ich kann mich daran erinnern, dass der junge Mann nachher gesagt hatte, er würde sich in den nächsten tagen nur noch per Handschlag von seiner Freundin verabschieden….!

Vermutlich hat jeder von ihnen die Erinnerungen an ganz besondere Küsse in seinem Leben. Schöne und intensive Küsse, vielleicht aber auch misslungene oder peinliche. Und die meisten von ihnen, werden sich auch an einen Kuss erinnern, der in der Bibel aufgeschrieben ist.

Den Kuss, mit dem Judas Jesus verriet. Dieser Kuss, der den Weg ebnete für Jesu Verhaftung und Kreuzigung.  Aber wissen Sie auch, welches der erste Kuss ist, der in der Bibel aufgezeichnet ist?

Dann lese ich mal vor. Aus dem ersten Buch Mose im zweiten Kapitel:

Als Gott, der Herr, den Himmel und die Erde erschaffen hatte, wuchsen noch keine Pflanzen und Sträucher auf der Erde, denn Gott der Herr hatte es noch nicht regnen lassen. Und es gab noch keine Menschen, um den Boden zu bebauen. Doch Nebel stieg aus dem Erdboden auf und bewässerte das Land. Da formte Gott, der Herr, aus der Erde den Menschen und blies ihm den Atem des Lebens in die Nase. So wurde der Mensch lebendig.

Zugegeben es ist kein richtiger Kuss, den Gott dem Menschen da gibt, eher eine Art Mund-zu-Mund-Beatmung, oder Mund zu Nase-Beatmung.

Aber eines wird deutlich: Gott kommt dem Menschen sehr nahe, damit dieser ein wirklich lebendiges Leben wird. So nah, dass der Mensch den Atem Gottes spürt. So wie wir beim Küssen den Atem des Anderen spüren.  Und genauso nah möchte Gott uns auch in unserem Leben sein!

So schön Kirchen auch sein mögen, und diese Kirche ist es ganz besonders! Aber wir müssen nicht in eine Kirche gehen, um Gott zu besuchen. Gott ist da wo wir sind. Er war heute dabei als wir zusammen unterwegs waren, als wir gemeinsam gesessen und gegessen haben.

Er ist dabei wenn wir miteinander reden und lachen.Und genauso wie wir mit unserem Banknachbarn reden, können wir auch mit Gott reden. Manchmal vielleicht stürmisch und impulsiv, wie die jungen Leute.

Manchmal wie ein altes Ehepaar, das auf einer Bank sitzt und sich sagt: War das noch ein schöner Tag? Schön, dass ich das erleben durfte! Dass wir das erleben durften!

Und manchmal ist auch einfach ein Lied unser Gebet! Lassen Sie uns darum nun singen!

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